Erstes Halbjahr 2018: Der Arbeitsmarkt heizt sich weiter auf

2018-08-14T14:30:59+00:00
Erstes Halbjahr 2018: Der Arbeitsmarkt heizt sich weiter auf – Unternehmen schreiben immer mehr Stellen aus

Unternehmen schreiben immer mehr Stellen aus

Die handelspolitischen Auseinandersetzungen mit den USA hatten bislang keine Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt . Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist im ersten Halbjahr 2018 weiter gestiegen, wie unsere Analyse des Stellenmarktes zeigt. Im zweiten Quartal wurden rund 70.000 Positionen mehr ausgeschrieben als im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Zuwachs von rund 6 Prozent. Nach einem deutlichen Rückgang der Recruiting-Aktivitäten im vierten Quartal 2017 hat die Nachfrage in den ersten beiden Quartalen 2018 wieder stark angezogen und das Niveau der anderen Vorjahresquartale nicht nur erreicht, sondern übertroffen. Damit ist die Zahl der ausgeschriebenen Positionen seit dem zweiten Quartal 2016 stets gestiegen – mit Ausnahme des Jahresendes 2017. Hier könnte die schwierige Regierungsbildung eine Rolle gespielt und die Unternehmen in ihren Aktivitäten gebremst haben.

Da durch die überraschende Einigung zwischen den USA und der EU die Einführung von Strafzöllen erstmal verhindert werden konnte, sieht es – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt – für Jobsuchende auf dem deutschen Arbeitsmarkt auch weiter sehr gut aus. Aktuell hat der Wettkampf um neue Mitarbeiter einen neuen Höhepunkt erreicht. Eine ideale Ausgangsposition für Personaldienstleister, die allerdings nun gefordert sind, ihre eigenen Recruiting-Strategien zu optimieren und neue, innovative Wege zu beschreiten.

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Arbeitsmarkt 2017-2018 Zahl der ausgescrhiebenen Stellen

Gute Zeiten für Verlage und Jobbörsen: Auch die Anzeigenumsätze steigen

Parallel zur Zahl der ausgeschriebenen Positionen sind natürlich auch die Anzeigenumsätze weiter in die Höhe geschnellt. Für das zweite Quartal 2018 haben wir für die von uns hier ausgewerteten 256 Printmedien und Online-Jobbörsen einen Bruttoanzeigenumsatz von 736 Millionen Euro ermittelt – das sind etwa 33,5 Millionen Euro mehr als im Vorjahresquartal. Damit bestätigt sich die Aussage aus unserer Umfrage für den index Stellenanzeigen-Report 2018, in dem 40 Prozent der Unternehmen steigende Budgets für die Stellenanzeigenschaltung angekündigt hatten. Verlage und Jobbörsen haben im ersten Halbjahr also ausgezeichnete Geschäfte gemacht.

Brutto-Anzeigenumsatz Stellenmarkt 2017-2018

NRW, Bayern und Baden-Württemberg mit größter Nachfrage nach neuen Mitarbeitern

Mit 20 Prozent entfällt der größte Anteil der im ersten Halbjahr ausgeschriebenen Jobs auf Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern (18 Prozent) und Baden-Württemberg (16 Prozent). Alle drei Bundesländer haben ihren Anteil am Stellenmarkt im Vergleich zum Gesamtjahr 2017 sogar noch ausbauen können (NRW: Steigerung um 2 Prozent, Bayern und BW: Steigerung um 1 Prozent). In den drei wirtschaftlich besonders starken Ländern hat sich der Wettbewerb um neue Köpfe damit noch weiter zugespitzt.

Berlin – die Metropole mit dem größten Jobangebot

Betrachtet man allerdings die deutschen Metropolen für sich, hatten im ersten Halbjahr 2018 Jobsuchende in Berlin die größte Auswahl an offenen Stellen. Insgesamt fast 280.000 Positionen mit Einsatzort in der Bundeshauptstadt wurden von Januar bis Juni ausgeschrieben. An zweiter Stelle folgen München und Hamburg mit 193.000 bzw. 178.000 Positionen. Die drei bevölkerungsreichsten Städte Deutschlands haben somit auch die meisten Jobs zu bieten. An vierter Stelle liegt Düsseldorf mit 114.000 offenen Jobs. Einen Sprung nach vorne im Ranking der Metropolen mit dem größten Jobangebot hat Dresden gemacht. Die sächsische Landeshauptstadt verbesserte sich um zwei Plätze auf Position 5. Sowohl Düsseldorf als auch Dresden weisen damit ein deutlich besseres Verhältnis von Jobangebot zu Einwohnerzahl auf als die Millionenstädte Berlin, Hamburg und München.

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Verteilung Stellenanzeigenschaltung nach Bundesländern 1. Halbjahr 2018

Top-Schalter

Die Deutsche Bahn war in den ersten sechs Monaten 2018 das aktivste Unternehmen auf dem Stellenmarkt. Mit 20.200 ausgeschriebenen Positionen hatte die DB rund 1.400 Anzeigen mehr geschaltet als die Robert Bosch GmbH. Danach folgt die Daimler AG mit deutlichem Abstand und rund 12.000 veröffentlichten Stellenanzeigen.

Unternehmen mit de meisten Stellenanzeigen im ersten Halbjahr 2018

Bei den Personaldienstleistern liegt pluss Personalmanagement an erster Stelle der Top-Schalter mit rund 44.000 veröffentlichten Stelleninseraten, gefolgt von Hays mit ca. 41.000 Anzeigen. An dritter Position und mit großem Abstand folgt Ferchau Engineering mit ca. 17.000 veröffentlichten Jobinseraten in den ersten sechs Monaten diesen Jahres.

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