7 Trends, die 2019 frischen Wind ins Recruiting bringen

von A wie Arbeitszeiten bis Z wie Zielgruppe

Recruiting Trends 2019

1. Bye Bye Papierkrieg, Hello One-Click Bewerbung!

Mit einem Klick kann man heutzutage schon echt viel machen: Essen bestellen, Geld transferieren, den Ex blockieren… und nun eben auch: Sich bewerben. Papierbewerbungen pfeifen aus dem letzte Loch: Betrug 2012 ihr Anteil noch 22,5 Prozent der Bewerbungen, waren es im vergangenen Jahren nur noch etwa 11,8 Prozent, Tendenz fallend. Der Rest verteilt sich auf die Formularbewerbung und E-Mail-Bewerbung. Die Bedeutung des perfekten Anschreibens nimmt ebenfalls ab, wichtiger wird dagegen ein knackiges Profil in sozialen Netzwerken und ein faktenbasierter übersichtlicher Lebenslauf.

2. Smart, smarter, Smartphone: mobil attraktiver werden

Auf dem Rückweg vom Yoga-Kurs schnell noch Bewerbungen abschicken? Beim Arzt sitzend ein Bewerbungsschreiben formulieren? Sollte möglich sein. Selbstoptimierung und der Wunsch nach Zeitersparnis gehören heute zu unserem Alltag wie grüne Smoothies zu Instagram. Immer mehr Leute erledigen ihre täglichen Aufgaben vom Smartphone aus. Eine gute mobile Ansicht oder eine App vergrößert die Chancen der Recruiter auf eine höhere Anzahl an Bewerber*innen signifikant. Neben geringeren Materialkosten für hochwertige Bewerbungsmappen hat man so auch etwas für die Umwelt getan.

Studie Interne Kommunikation Ziele und Strategie

3. Neue Zielgruppen im Blick behalten

Die Digitalisierung mit ihren Trends verändert nicht nur den Stellenmarkt, sondern auch die Arbeitszeiten. Dabei wird eine größere Rücksicht auf den Einzelnen und seine persönliche Lebenssituation immer wichtiger. Unternehmen sollten eine Kultur der Vielfalt schaffen, passend zur Vielfalt innerhalb der Gesellschaft. Die Teilzeitausbildung für junge Mütter oder Wiedereinsteiger*innen ist nur eins von vielen Beispielen, die zeigen, wie man dem Fachkräftemangel mit Flexibilität und Offenheit begegnen kann. Lebenslanges Lernen wird immer wichtiger und löst die so genannte „lineare Karriere“ ab, in der ein Etappenziel nach dem Abschluss eines anderen und nur in einer bestimmten Lebensphase erreicht wurde.

4. Vorqualifizierung von Lebensläufen durch Machine-Learning

Durch gut eingestellte Algorithmen oder Maschine-Learning-Tools können Bewerbungen vorselektiert werden. Diese automatisierte Vorauswahl kommt besonders in bewerberintensiven Berufsgruppen zur Anwendung. Der Roboter schreibt dann im Namen des Unternehmens ein freundliches Ablehnungsschreiben an Bewerber*innen die ein bestimmtes Rating nicht erreichen. Auf diese Art sparen Arbeitgeber*innen Zeit beim Recruiting und es kommt öfter zu Vertragsabschlüssen mit geeigneten Kandidatinnen oder Kandidaten.

5. Big Data Deal

Big Data is everywhere. Doch Daten können nur dann eine Entscheidungsgrundlage liefern, wenn sie in den richtigen Kontext gesetzt werden. Liegen bereits Performance-Daten eines ähnlichen Jobs aus vorangegangenen Personalmarketing-Kampagnen vor? Wenn ja, lassen sich aus diesen Referenzwerten Rückschlüsse darauf ziehen, welcher Kanal für diese Berufsgruppe am besten funktioniert. Natürlich sollte auch die Arbeitsmarktentwicklung berücksichtigt werden.

Gut zu wissen: Durch zielgruppenbezogenes Targeting können Stellenanzeigen auch außerhalb jobspezifischer Webseiten gezielt bei der individuell definierten Zielgruppe platziert werden. Das passiert zum Beispiel über soziale Netzwerke wie Facebook, Werbebanner bei Google oder über thematisch relevante Webseiten und Apps, die von der Zielgruppe genutzt werden. Hierzu können entweder die mit der Stellenanzeige verknüpften Suchbegriffe eingegrenzt oder nutzerspezifische Verhaltensweisen beziehungsweise Profilmerkmale definiert werden.

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6. Imagewerbung und Employer-Branding bei Facebook, LinkedIn und Co

Soziale Netzwerke sind schon lange nicht mehr nur da, um Cocktailfotos aus dem letzten Menorca-Urlaub zu präsentieren. Im so genannten War for talents tragen sie dazu bei, ein Markenimage mithilfe von gut inszenierten Fotos, Gewinnspielen und Co. zu stärken und so das Unternehmen für Bewerber*innen attraktiver zu machen. Wichtig ist hier eine regelmäßige Postingsequenz sowie eine schnelle Reaktionsquote. Auch Live-Videos werden immer mehr zu einem starken Instrument des Employer Branding Prozesses. Der wachsende Einfluss von sozialen Medien auf die Entscheidung potentieller Mitarbeiter, lässt sich durch den Wunsch nach Selbstverwirklichung erklären. Vielen reicht der finanzielle Aspekt nicht mehr aus, es muss der Traumjob sein. Ein gutes Arbeitsklima, ein tolles Office in bester Lage, fancy Teamevents … all das lässt sich hervorragend auf Social Media darstellen.

7. Matches made in Heaven

Apps in allen Bereichen setzen mittlerweile auf das Tinder-Prinzip. Wer mit wem „matcht“ wird anhand gemeinsamer Interessen festgestellt. Egal, ob Liebesbeziehung, Freundeskreiserweiterung oder eben beruflich: das Prinzip läuft. Doch Vorsicht: Ein Match ist immer nur so gut, wie die Daten, die es verarbeitet. Wenn Bewerberprofil oder Stellenausschreibung zu ungenau oder lückenhaft sind, könne die Gemeinsamkeiten nicht perfekt herausgearbeitet werden. Es ist auch möglich, mit so genannten Testimonials (echt oder digitale Mitarbeiter) zu arbeiten, die eine Führung durch das Unternehmen anbieten und mit denen sich Bewerber*innen identifizieren können.

Happy Recruiting

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