Wie Personaldienstleister im Web gefunden werden

Der Unsichtbare schlägt zurück! Wie Personaldienstleister im Web gefunden werden

SEO

Fast 75 Prozent aller Jobsuchenden gehen zuerst zu Google. Zeitarbeitsunternehmen und Personalberater, die nicht aktiv an ihrem Google-Ranking arbeiten, sind für Bewerber damit praktisch unsichtbar. Dennoch machen viele Firmen einen großen Bogen um das Thema Suchmaschinenoptimierung – zu kompliziert, zu aufwändig, zu teuer. Doch das ist zu kurz gedacht.

Ohne Google kein Traffic

Eigentlich ist das Szenario aus dem Hollywood-Klassiker „Der Unsichtbare“ ja ganz spannend. Einmal unerkannt und vor allen Blicken verborgen sein und so all das erfahren, was niemand sagen oder tun würde, wenn man normalerweise anwesend ist. Im Web ist die Situation jedoch eine andere – wer als Unternehmen heute nicht über die wichtigen Suchmaschinen gefunden wird, ist nicht nur unsichtbar, er ist – zumindest für die User – eigentlich nicht existent.

Dass viele Firmen der Personaldienstleistungsbranche dennoch auf SEO (Search Engine Optimization) verzichten, ist erstaunlich. Gerade bei der Arbeitnehmerüberlassung und -vermittlung ist man ja darauf angewiesen, gleich für zwei Zielgruppen präsent zu sein – Mitarbeiter und Kunden. Und für beide ist Google in der Regel der erste Anlaufpunkt, um sich zu informieren.

Der Website-Check

Besseres Google-Ranking, höherer Traffic und mehr direkte Anfragen über die Internetseite

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SEO im Recruiting

Umfrage von index Research unter Recruiting-Verantwortlichen in Deutschland von 2017

Wissen Sie eigentlich, was Ihre SEO-Agentur macht?

Dass trotzdem zu selten systematisch und effizient an der Suchmaschinenplatzierung gearbeitet wird, hat mehrere Gründe: Erfolgreiche SEO-Arbeit setzt umfangreiches technisches Spezialwissen voraus, das darüber hinaus niemals statisch bleibt. Da Google als mit Abstand wichtigste Suchmaschine ständig die Bewertungskriterien für das Ranking von Webseiten ändert, müssen auch die SEO-Experten sich kontinuierlich mit neuen Entwicklungen auseinandersetzen und die eigenen Strategien und Techniken anpassen. Suchmaschinenoptimierung ist ein Full-time-Job, der nicht so nebenbei erledigt werden kann und praktisch nie endet. Gerade kleinere Personaldienstleister können oder wollen sich aber einen eigenen Inhouse-Experten nicht leisten. Externe Dienstleister wiederum lassen sich ihre Arbeit gut bezahlen. Gleichzeitig erscheint deren Arbeit häufig als Black-box – für den Auftraggeber ist kaum nachzuvollziehen, was seine SEO-Agentur tut und wie gut ihre Leistung ist. Die Kennzahlen und Informationen, die von Agenturseite geliefert werden, sind für Laien meist kaum zu verstehen und zu interpretieren.

Vorgehensweise Suchmaschinenoptimierung Handlungsplan

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Der Handlungsplan

Was können Personaldienstleister also tun, wenn die Aufgabe gleichzeitig so wichtig aber auch schwierig erscheint? Welche Schritte sind realistisch? Wie sollte ein Personaldienstleister vorgehen, um im Web sichtbar und präsent zu sein und zu bleiben?

Schritt 1: Nicht abschrecken lassen!
Der vielleicht wichtigste Punkt steht gleich zu Beginn und ist so simpel wie gleichzeitig schwierig: Machen Sie sich bewusst, dass für Sie an SEO kein Weg vorbeiführt, wenn Sie langfristig erfolgreich bleiben wollen.

Die Aufgabe ist ungewohnt und schwierig, dennoch gilt: Den Kopf in den Sand zu stecken, ist einfach keine Option. Die Sichtbarkeit Ihres Unternehmens ist heute eine Kernaufgabe und muss dementsprechende Priorität erhalten.

Schritt 2: Komplexität reduzieren

Viele Aspekte beim Thema Suchmaschinenoptimierung erscheinen für Nicht-Fachleute auf den ersten Blick unübersichtlich und kaum zu durchschauen. Hier hilft die alte KISS-Devise („Keep it simple, stupid!“): Lassen Sie sich nicht von den Fachbegriffen und dem Bullshit-Bingo der Experten verwirren, sondern versuchen Sie die Grundlagen und Kernprinzipien zu verstehen. Beschäftigen Sie sich mit dem Thema, recherchieren Sie und Sie werden nach relativ kurzer Zeit erkennen können, welche Kennzahlen und Vorgehensweisen wirklich wichtig und relevant sind. Ein Einführungsworkshop oder -seminar kann ein sehr guter erster Schritt sein, um die SEO-Grundlagen zu erlernen.

Schritt 3: Auf die richtigen Keywords setzen

Keywords sind die Begriffe, unter denen Ihr Unternehmen bei Suchmaschinen gefunden und im Idealfall auf der ersten Position aufgeführt wird. Die Frage, welche Keywords verwendet werden sollen, ist damit ganz grundlegend für alle SEO-Maßnahmen.

Sicherlich fallen Ihnen sofort einige Begriffe ein, die Ihre Zielgruppen bei Suchmaschinen eingeben. Doch Vorsicht: Aus SEO-Sicht ist diese Auswahl nicht immer optimal, wenn beispielsweise die Wettbewerbsdichte nicht berücksichtigt wurde. Keywords mit hohem Suchvolumen sind grundsätzlich attraktiver als Keywords, die seltener gesucht werden. Häufig gesuchte Keywords werden allerdings in der Regel auch von mehr Unternehmen verwendet – die Konkurrenz ist größer. Es erfordert viel Arbeitsaufwand, mit einem häufig verwendeten Keyword ein gutes Ranking zu erzielen. Der Einsatz von Keywords mit einer geringen Wettbewerbsdichte hingegen erhöht die Chancen, dass die eigene Website, verglichen mit der Konkurrenz, besser im Ranking abschneidet. Das Ziel sollte also sein, bei Ihren Keywords eine ausgeglichene Balance zwischen Suchvolumen und Wettbewerb zu finden.

Schritt 4: Optimierung Onsite und Offsite

Wenn Sie wissen, welche Keywords die richtigen für Sie sind, beginnt die eigentliche Optimierungsarbeit. Dazu gehören zum Beispiel textliche Anpassungen Ihres Contents und die Optimierung auf möglichst viele relevante Suchbegriffe. Auch die Anpassung von URLs, Überschriften, Seitentiteln und Metainformationen, Alternativtexten für Grafiken etc. sind Teil der Onsite-Optimierung. Lassen Sie sich von den verschiedenen Aufgaben nicht abschrecken! Die Onsite-Optimierung ist in vielen Bereich relativ einfaches Handwerk und kann mit nicht allzu hohem Aufwand erlernt werden.

Die Off-Page-Optimierung befasst sich mit den Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung, die nicht unmittelbar auf Ihrer eigenen Website stattfinden. Dazu gehört beispielsweise das Setzen von Links (Linkbuilding). Entscheidend ist dabei nicht nur die Anzahl, sondern auch der Ort, an dem der Link platziert ist. Ein Backlink von einer populären Website ist hochwertiger als von einer weniger populären Website und wird von Google entsprechend belohnt. Versuchen Sie beispielsweise über Soziale Medien wie Google+ oder Einträge in themenrelevanten Portalen passende externe Links zu generieren.

Schritt 5: Die Conversion nicht vergessen!

Die richtigen User auf Ihre Webseiten zu holen, ist natürlich der Kernaspekt von SEO. Häufig wird allerdings vergessen, das so gewonnene Potenzial auch optimal zu nutzen. Hier kommt das Thema Conversion Optimierung ins Spiel. Was bei Webshops längst Standard ist, sollte auch für Sie wichtig sein: Gestalten Sie Ihre Internetseiten visuell und inhaltlich so, dass die User auf Ihrer Webseite auch die Aktionen durchführen, die Sie sich wünschen. Überlegen Sie sich, was das Ziel Ihrer Webseite ist und leiten Sie Ihre User ganz gezielt zu diesen Bereichen. Übersichtlichkeit und Farbgebung sind dabei Aspekte, die visuell wichtig sind. Bei der Textgestaltung sollten Sie versuchen, sich in den User hineinzuversetzen und ihn bei seinen Bedürfnissen und in seiner Situation abzuholen.

Eyetracking-Heatmap

Eyetracking unseres Jobmarkt-Blogs zur Optimierung der Gestaltung

Schritt 6: Bleiben Sie dran

Der Kampf gegen die Unsichtbarkeit ist eine langwierige Aufgabe, die Ausdauer von Ihnen verlangt. Die ersten Erfolge werden nach ein paar Monaten sichtbar sein. Begehen Sie nun nicht den Fehler, sich auf dem Erreichten auszuruhen und Ihre Aktivitäten einzustellen, denn dann wird Ihr Erfolg nur von kurzer Dauer sein.

Suchmaschinenoptimierung muss kontinuierlich betrieben werden, damit Sie sichtbar bleiben. Machen Sie SEO also zum Standardthema in Ihrem Unternehmen und bleiben Sie dran!

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