SEO bietet enormes Potenzial für das Recruiting

Suchmaschinenoptimierung bietet enormes Potenzial für das Recruiting

Jonathan Leeb, index Internet und Mediaforschung GmbH

index SEO-Experte Jonathan Leeb über die wichtigsten Aspekte der Suchmaschinenoptimierung, die Chancen, die sich damit im Recruiting eröffnen und die Auswahl des richtigen Dienstleisters.

Was ist besonders wichtig für ein besseres Google-Ranking? 

Google testet und verändert laufend seinen umfassenden Algorithmus. Im Oktober 2017 wurde zuletzt ein neues Update von Google ausgerollt, das die Relevanz der lokalen Suche weiter fördert. Auf diesem Punkt liegt aus meiner Sicht auch der Fokus im Bereich des Recruitings: Passende Jobs mit regionalem Fokus sichtbar zu machen.

Google gibt es seit 1997 – wie hat sich seitdem das Thema Suchmaschinenoptimierung verändert?

Die Suchmaschinenoptimierung hat sich im Zeitverlauf dramatisch verändert. Hat es früher gereicht, ein Keyword möglichst häufig auf der eigenen Seite einzupflegen und ein paar Backlinks von großen Portalen zu mieten, können diese Techniken mittlerweile zu Abstrafungen seitens der Suchmaschinen führen.

Heutzutage sind Google & Co. in der Lage, Daten und Inhalte semantisch auszuwerten und Faktoren wie die Aufenthaltsdauer, den passenden Content, Ladezeiten oder die richtigen Verlinkungen mit in die Bewertung einfließen zu lassen. Eine rein „technische“ Suchmaschinenoptimierung ist nicht mehr zielführend.

Eines sollte man immer im Hinterkopf haben: Inhalte werden stets für den Seitenbesucher und nicht für die Suchmaschine erstellt. Achten Sie deshalb darauf, dass nur qualitativ hochwertiger Content auf Ihrer Seite eingepflegt wird.

Im Gegensatz zu vielen anderen Branchen bieten Personaldienstleister recht komplexe Dienstleistungen an. Kann Suchmaschinenoptimierung da überhaupt helfen, die richtigen Zielgruppen anzusprechen?

Ja! Laut einer Studie von CareerBuilder aus dem Jahr 2014 nutzen 73 Prozent aller Bewerber zuerst Google bei der Jobsuche – eine  Tatsache, die von vielen Unternehmen immer noch ignoriert wird. Gute Rankings bei führenden Suchmaschinen stellen ein enormes Potenzial dar im Bereich des Recruitings. Jährlich werden Millionen von Suchanfragen zum Thema Jobsuche, Zeitarbeit oder Personaldienstleister getätigt. Wer sich bei passenden Keywords entsprechend positioniert, kann einen erheblichen Zuwachs an Webseitenbesuchern und somit potenziellen Kandidaten und Auftraggebern generieren.

Passende Suchbegriffe wie z.B. Personaldienstleister Dortmund, Schlosser Job Dortmund oder Zeitarbeit Dortmund sind leicht gefunden und werden je nach Größe der Städte mehrere hundert bis tausend Mal im Monat gesucht. Für nahezu jeden Bereich und jede Branche lassen sich eine Vielzahl passender Keyword-Kombinationen generieren, die bei richtiger Optimierung Monat für Monat neue Bewerber und Kunden auf die eigene Webseite lotsen.

Welchen Rat geben Sie Unternehmen, die gerade erst anfangen, sich mit SEO zu beschäftigen?

Nehmen Sie sich Zeit und studieren Sie zuallererst die Grundlagen zur SEO von Google als Einstieg in die Materie. Sie werden feststellen, dass Sie anschließend einige Schritte auf Ihrer Webseite selbst umsetzen können.

Konzentrieren Sie sich auf die Grundlagen, die leicht zu erlernen sind und arbeiten Sie zuerst alle „Hausaufgaben“ auf Ihrer eigenen Seite ab, bevor Sie sich um Verlinkungen von externen Webseiten bemühen. Dazu gehören neben der Definition passender Keywords auch das Formulieren ansprechender Texte, Überschriften und Meta-Beschreibungen sowie die Auswahl von Bildmaterial mit passendem Dateinamen und komprimierter Größe und das Erstellen einer sinnvollen Menüstruktur.

Besonders wichtig: Binden Sie Online-Marketing in Ihre tägliche Arbeit mit ein, sobald Sie sich ein Grundwissen angeeignet haben. Irgendwann haben Sie die grundlegenden Schritte verinnerlicht und müssen beim Anlegen neuer Inhalte und Seiten nicht mehr darüber nachdenken. So kann man auch im Nachhinein Zeit sparen.

Welche Tools braucht man, wenn man in die Suchmaschinenoptimierung einsteigt?

Wer erfolgreich Suchmaschinenoptimierung betreiben will, kommt um den Einsatz von SEO-Tools nicht herum. Sie helfen dabei, Aufgaben im Alltag schneller und effizienter zu lösen und unnötige Fehler zu vermeiden. Egal ob Keyword-Recherche, Backlink- oder Ranking-Analyse: Ohne die Informationen aus SEO-Tools ist eine vernünftige Arbeit praktisch undenkbar.

Für kleinere Webseiten lassen sich mit den meisten Tools wie Seobility und Ryte bereits in der kostenlosen Variante sehr umfangreiche Analysen durchführen. Selbst in den kostenfreien Versionen der beiden Tools lassen sich genügend Informationen für eine erste Analyse generieren und Potenziale aufdecken. Bei umfangreichen Webseiten empfiehlt sich ein kostenpflichtiges Tool wie z. B. Sistrix, da die kostenlosen Tools meist auf eine geringe Anzahl von Keywords oder Unterseiten begrenzt sind.

Ein Tool alleine wird allerdings nicht glücklich machen. Daher kann ich jedem Einsteiger nahelegen, sich entweder selbstständig in die Thematik einzuarbeiten oder eine SEO-Weiterbildung in Anspruch zu nehmen. Denn ohne die Grundlagen ist auch das beste SEO-Tool nur schwer zu verstehen.

Mehr Sichtbarkeit im Web für Personaldienstleister

Besseres Google-Ranking, höherer Traffic und mehr direkte Anfragen über die Internetseite

index Simply SEO

Woran kann ich als Laie eine gute und seriöse SEO-Agentur erkennen?

Stehen Sie generell Angeboten skeptisch gegenüber, bei denen Ihnen Agenturen Platzierungen versprechen wie z. B. „Wir bringen Sie bei Google auf Platz 1“. Diese Garantie kann Ihnen keiner geben!

Bei der Suchmaschinenoptimierung kommt es auf unterschiedliche Faktoren an, die sich im Zeitverlauf ändern können. Daher ist es wichtig, eine Agentur zu finden, die an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert ist. Auch ist von Agenturen abzuraten, die alleine durch exzessives Linkbuilding bessere Rankings versprechen. Eine Agentur sollte immer On- und Offpagearbeiten anbieten und Ihnen ein sinnvolles Gesamtkonzept über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten vorschlagen.

Es ist auch wichtig, sich Referenzen nennen zu lassen und sich über nachweislich erfolgreiche Kampagnen für andere Kunden zu fragen. Darüber hinaus kann auch ein kostenloses Reporting nützlich sein, um herauszufinden, ob die Agentur einen guten Ersteindruck hinterlässt.

Generell gilt: Seien Sie skeptisch und hinterfragen Sie die versprochenen Leistungen. Ein guter Berater sollte in der Lage sein, selbst einem Laien im Bereich der Suchmaschinenoptimierung ein transparentes, leicht zu verstehendes Optimierungsangebot zu unterbreiten.

Google ändert ja ständig die Ranking-Kriterien. Wo geht die Reise hin? Gibt es eine aktuelle Entwicklung, die man bei der Suchmaschinenoptimierung besonders im Auge behalten sollte?

Google testet und verändert laufend seinen umfassenden Algorithmus. Im Oktober 2017 wurde zuletzt ein neues Update von Google ausgerollt, das die Relevanz der lokalen Suche weiter fördert. Auf diesem Punkt liegt aus meiner Sicht auch der Fokus im Bereich des Recruitings: Passende Jobs mit regionalem Fokus sichtbar zu machen.

Die meisten Updates von Google in der Vergangenheit zeigen, dass die Suchmaschine sich immer weiter auf Faktoren wie Relevanz und Kontext des einzelnen Nutzers fokussiert. In der Zukunft sollten neben technischen Aspekten wie der https-Verschlüsselung, Mobilfreundlichkeit und Ladezeit, vor allem inhaltliche Aspekte fokussiert werden. Hierzu zählen insbesondere inhaltlich relevante und gut ausgearbeitete Texte zum jeweiligen Keyword und die Menge der relevanten Informationen im oberen Seitenbereich (Above-the-fold). Eine gute Seite bietet vor allem wertvollen und nutzerspezifischen Content und eine gute Struktur, auf der sich User leicht zurechtfinden.

Als Faustregel kann man sich Folgendes merken: Wer kontinuierlich hochwertigen und passenden Content auf seiner Seite zur Verfügung stellt und die Navigation so einfach wie möglich macht, braucht sich keine Sorgen wegen künftiger Updates zu machen. Wichtig ist, dass man keinen kurzfristigen Trends folgt, sondern Inhalte zur Verfügung stellt, die den User wirklich interessieren.

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