Juri sagt: Schönheit ist erst die letzte Phase!

UX-Design

Wie UX-Designer arbeiten

Die offizielle Definition für UX-Design ist:

„User Experience Design ist der Prozess der Steigerung der Benutzerzufriedenheit mit einem Produkt durch Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit, Zugänglichkeit und Wünschbarkeit, die in der Interaktion mit einem Produkt bereitgestellt werden.“

Doch wie sieht der Alltag eines UX-Designers aus und was ist denn nun der Unterschied zwischen UX und UI? Dafür haben wir von index unseren UX-Designer Juri gefragt, der uns erklärt was er eigentlich genau macht und was daran am meisten und am wenigsten Spaß macht.

Wie würdest du deinen Job denn in einem Satz beschreiben?

Juri: Ein UX-Designer holt das Bestmögliche aus einer Anwendung, einem Feature oder einer Funktion für die gewünschte Zielgruppe heraus.

Wie läuft das genau? Wie sieht dein Alltag bei index aus?

Juri: Ich checke gleich morgens immer erstmal die neuesten Trends rund um UX-Innovationen, AI und den Arbeitsplatz der Zukunft. Dann beschäftige ich mich damit, wie wir neue Features und Funktionen integrieren können. Zwischendurch erstelle ich auch Illustrationen für die anderen Abteilungen bei index.

Wie kann man sich so eine UX-Analyse vorstellen? Geht’s da um das bloße Durchspielen eines bestimmten Programmes?

Juri: Nein, nicht nur durchspielen. Zu einer UX-Analyse gehört viel mehr. Was du mit durchspielen meinst ist der so genannte Usability-Test. Da geht es um eine User Interface Bewertung. UX hat auch viel mit dem Job des Data Analytics zu tun, jedoch nur für das spezielle Produkt und nicht für das ganze Unternehmen.

Interface ist die Benutzeroberfläche?

Ja. Zu UX-Design gehört aber viel mehr, zum Beispiel Statistiken checken, Ziele definieren und eine User-Persona erstellen, anhand derer man das Nutzerverhalten festmachen kann. Außerdem benutze ich auch Google Analytics für den Prozess.

Das ist also der Unterschied zwischen UI und UX?

Genau. Die Oberfläche ist das so genannte User Interface (UI) und UX bedeutet User Experience, wozu viel mehr gehört, als „nur“ Design. UI ist also nur ein Teil der UX.

Das klingt als wären sehr viele Faktoren hier entscheidend.

Juri: Das stimmt, meine Aufgaben entsprechen teilweise auch denen im Projektmanagement und Produktmanagement.

User-Persona, die*

Eine User-Persona ist ein Modell für die Interaktion zwischen Mensch und Computer. Sie stellt einen Prototyp für eine Gruppe von Nutzern dar. Es werden ihr konkrete Eigenschaften und ein konkretes Nutzungsverhalten zugeschrieben.

Gibt’s dazu eine Checkliste?

Ja, es gibt sogar mehrere. Was zum Beispiel die UX-Geschäftsziele angeht, sollte man sich folgende Fragen stellen: Was sind die UX-Ziele für dieses Quartal? Was ist das wichtigste Geschäftsziel? Was ist das wichtigste Benutzerziel? Was sind die primären Vertriebskanäle? Wer sind die Top-Konkurrenten? Und zu guter Letzt: Was sind die wichtigsten Markenwerte, die auf der Website kommuniziert werden sollten?

Um die User-Persona zu kreieren muss man Folgendes checken:

Was sind die Goals der Persona und was sind ihre Needs? Was sind die „Hates“ der Persona? Also mal auf Deutsch gesagt, man überlegt sich, wie ein durchschnittlicher User der Zielgruppe lebt und denkt. Was sind seine Bedürfnisse und seine Ziele? Welche Fähigkeiten hat er? Wo lebt und arbeitet er? Was sind seine Hindernisse und seine Motivation? Was sind seine wichtigsten Verhaltensweisen?

Um das herauszufinden, schaut man sich einen Analytics Report zu entsprechenden Trends an und checkt auch Mobil- und Web-Statistiken, den Benutzerflow und die Verkehrsdaten des Produktes.

Die Checkliste für den Usability Test sieht so aus:

  • Was ist der häufigste Einstiegspunkt in die Website?
  • Was ist der häufigste Ausstiegspunkt?
  • Ist in den Analysedaten etwas als potenzieller Problembereich aufgefallen?
  • Seiten mit der höchsten Conversion-Rate
  • Customer Journey
  • Was ist der schwächste Punkt auf der Reise dieses Kunden?
  • Was ist die größte Stärke dieser Kundenreise?
  • Usability Test durchführen
  • Sind alle Userwünsche erfüllt
  • Die Seitennavigation behindert die Customer Journey nicht
  • Der Seiteninhalt (Kopie usw.) entspricht der Customer Journey
  • Die Website-Suche ist leicht zugänglich
  • Die Formatierung ist klar und berücksichtigt die Customer Journey

Welche Fähigkeiten braucht ein guter UX-Manager deiner Meinung nach?

Juri: Design Kenntnisse, Human Interaktion, Marketingerfahrung, SEO-Kenntnisse. Und auch Medienpsychologie kann von Vorteil sein. Man muss sich fragen: Wie denkt die Maschine? Die Schönheit der Anwendung, woran viele beim Wort „Designer“ denken, kommt erst ganz zum Schluss. Wichtig ist in erster Linie, dass der Nutzer seine Ziele mit unserem Produkt erreicht.

Was muss man dafür studieren? Also, was hast du eigentlich studiert?

Juri: Ich habe Informatik studiert. Das ist vor allem deshalb wichtig, weil es hilft ein technisches Verständnis zu entwickeln. Es reicht nicht, tolle Vorschläge für die Usability zu machen, du musst auch wissen, ob etwas umsetzbar ist.

In meinem Studium habe ich ebenfalls Medieninformatik, Illustrieren, und Wirtschaftsinformatik gelernt, das sind auch wichtige Aspekte für die UX-Analyse.

Was nervt dich am meisten?

Juri: Unstrukturiertes Arbeiten.

Was sind deine Zukunftsziele?

Juri: Ich würde mich gerne in Zukunft noch mehr mit künstlicher Intelligenz beschäftigen. Es kommt jetzt immer mehr mit Voice-Anwendungen auf den Markt, wie Alexa oder Amazon Echo und Co. Ich würde gerne mithelfen, KI-Technologien zu verbessern und zu verstehen wie sie arbeiten, wie sie kommunizieren.

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