Was macht eine gute Karriere Website aus

2018-11-22T16:54:09+00:00

Karriere-Website – mehr Bewerber. So geht’s!

Wie Personaldienstleister mehr Bewerber über Ihre Karriere-Webseiten erreichen

Auch wenn Print-Stellenanzeigen noch lange nicht tot sind und im Recruiting-Mix auch heute noch ihren berechtigten Platz haben – die sicherlich meistgenutzte Informationsquelle für jeden, der sich Gedanken über einen Jobwechsel macht, ist das World Wide Web. Egal, woher der erste Impuls kam, um sich mit einem Unternehmen als potenziellen Arbeitgeber zu beschäftigen, der Weg, sich über diese Firma zu informieren, führt über das Internet. Und damit zur Karriere-Website des jeweiligen Unternehmens. Sie ist für Jobinteressenten die natürliche erste Anlaufstelle im Bewerbungsprozess und nimmt eine Schlüsselstellung in der Candidate Experience ein.

Obwohl ihre Bedeutung damit auf der Hand liegt, werden noch immer teilweise gravierende Fehler gemacht, wenn es um Struktur, Inhalte, Kontaktmöglichkeiten und Nutzerführung bei den Bewerber-Webseiten geht. Das gilt leider auch für die Web-Auftritte von Personaldienstleistern, die als Recruiting-Schwergewichte eigentlich doch genau wissen, wie Sie Bewerber erreichen und überzeugen. index Research hat in einer aktuellen Studie mehr als 100 Karriere-Webseiten von Zeitarbeitsunternehmen anhand von 75 Kriterien analysiert und bewertet. Dabei erreichten die Zeitarbeitsunternehmen im Durchschnitt nur die Hälfte der möglichen Punkte. Auch wenn in einigen Bereichen deutliche Fortschritte gegenüber der letzten Studie von 2016 zu beobachten sind, ist das Ergebnis letztendlich bei Weitem nicht optimal.

Was aber macht eine gute Karriere Website aus und worauf sollten Personaldienstleister besonders achten?

Informationen auf der Karriere-Webseite

Nur wer Informationen gibt, hat auch die Informationshoheit

Das World Wide Web ist seit seiner Entstehung zur größten Informationssammlung geworden, die der Menschheit jemals zur Verfügung stand. Doch leider finden sich dort neben vielen seriösen Quellen auch Gerüchte, Falschinterpretationen und wenig fundierte Meinungen aller Art. Information und Fehlinformation sind die beiden Seiten der WWW-Medaille. Das gilt auch für alle Aspekte rund um das Thema Arbeit und Job – vor allem im Zeitarbeitsbereich, der oft sehr kritisch betrachtet wird und mit Imageproblemen zu kämpfen hat.

Als Personaldienstleister können Sie fast sicher sein, dass jeder Jobinteressent sich auch auf externen Quellen über Ihre Firma informieren kann. Umso wichtiger ist es, dass Sie die Informationshoheit gewinnen und behalten. Nur bei den Infos, die Sie selbst aufbereiten und zur Verfügung stellen, sind Sie vor Falschinformationen sicher. Im Karrierebereich Ihrer Website können Sie selbst steuern, wie die Informationen aussehen, wer zu Wort kommt und welche Fakten in den Vordergrund gestellt werden. Bei externen Quellen haben Sie diese Möglichkeiten nicht.

Machen Sie sich also die Mühe und bieten Sie auf Ihren Karriere-Websiten so viele Informationen wie möglich für Jobinteressenten. Dabei hilft ein einfacher Perspektivwechsel. Versetzen Sie sich in die Situation eines potenziellen Kandidaten und überlegen Sie, welche Informationen er benötigt, um zu entscheiden, dass eine Bewerbung sinnvoll ist. Versuchen Sie, alle Informationen zu geben, die er sucht – damit er sich nicht woanders auf die Suche machen muss und Sie die Informationshoheit verlieren. Wie auch bei vielen der folgenden Tipps gilt: Machen Sie es Jobinteressenten einfach, bieten Sie Service und direkte Kontaktmöglichkeiten, falls doch noch Fragen offen sind.

Bessere Infos – bessere informierte Bewerber – bessere Bewerbungsgespräche

Mit einer guten Informationsfülle lösen Sie gleich auch noch ein zweites Problem. Kandidaten, die schlecht vorbereitet zum Bewerbungsgespräch erscheinen, kennt vermutlich jeder Recruiting-Profi. Sicherlich sind es auch oft die Bewerber, die nicht intensiv genug recherchieren und die Quellen, die zur Verfügung stehen, nicht gründlich genug nutzen. In vielen Fällen sind die Karriere-Webseiten aber einfach auch unvollständig, unstrukturiert oder unverständlich. Auch deshalb gilt: Machen Sie es sich und Ihren Kandidaten einfach und versuchen Sie die Infos zu vermitteln, die ein Bewerber wissen sollte, damit das Bewerbungsgespräch nicht auf völlig unterschiedlichen Ebenen stattfindet.

Wichtig dabei: Setzen Sie kein Insiderwissen voraus – vieles was für Sie selbstverständlich ist, ist für einen Außenstehenden absolut nicht nachvollziehbar. Machen Sie den Gegencheck und fragen Sie Bewerber, wie diese sich auf den Karriere-Webseiten zurechtgefunden haben. Werten Sie diese Informationen aus und optimieren Sie Ihre Infoangebote. Ihre Kandidaten und auch Sie selbst werden von besseren Bewerbungsgesprächen profitieren.

Das gilt ganz besonders für die Informationen zur konkret ausgeschriebenen Position. Nach unserer Studie „Karriere-Webseiten der Zeitarbeit auf dem Prüfstand“ besteht gerade hier Optimierungsbedarf bei den Personaldienstleistern. Die Zeitarbeitsunternehmen erzielen hier nämlich lediglich 37 Prozent der erreichbaren Punkte.

Mehr Bewerber über Ihre Karriere-Website?
Das können Sie optimieren.

Studie Karriere Webseiten von Zeitarbeitsunternehmen auf dem Prüfstand
Nutzerführung auf der Karriere-Webseite

Nehmen Sie Jobinteressenten an die Hand und führen Sie sie zur Bewerbung

Lernen Sie vom E-Commerce und behandeln Sie Ihre Bewerber mindestens so gut wie einen Online-Shopper. Kaum ein Bereich der Kommunikation ist heute so ausgefeilt wie der Online-Sektor.

Es gibt umfassende Untersuchung zu User-Experience, Nutzerführung und Conversion-Optimierung. Doch obwohl Bewerber immer mehr zur „Mangelware“ werden, setzt kaum ein Unternehmen diese Tools und Strategien im Online-Recruiting ein. Warum eigentlich nicht? Die Erkenntnisse aus dem E-Commerce sind durchaus auf eine Karriere-Website übertragbar: Sie möchten und sollten potenzielle Bewerber am schnellsten zum passenden Jobangebot führen. Sie möchten wichtige Inhalte wie etwa konkrete Stellenangebote so platzieren, dass sie nicht übersehen werden. Und Sie möchten Ihre Webseite so gestalten, dass der „Bewerben“-Button wirklich wahrgenommen und auch genutzt wird.

User-Experience und Conversion Optimierung bieten hier die passenden Strategien. Eye-Trackings und User-Tests können Ihnen wichtige Erkenntnisse vermitteln, mit denen Sie die Zahl der Bewerbungen über Ihre Webseite deutlich steigern. Dazu gehört auch, Ihre Karriere-Website so zu strukturieren, dass Jobinteressenten die relevanten Informationen mit so wenigen Klicks wie möglich erreichen.

SEO für Karriere-Webseiten

Sorgen Sie dafür, dass Sie nicht unsichtbar sind!

Interessanter, gut strukturierter Content, hervorragende Nutzerführung mit klaren Conversion-Zielen, spannendes und modernes Web-Design – das alles ist wichtig und kann Sie von anderen Personaldienstleistern unterscheiden.

Doch hier die schlechte Nachricht: Das alles wird Ihnen keinen wirklichen Vorteil im Wettbewerb um neue Mitarbeiter verschaffen, wenn Sie nicht dafür sorgen, dass Ihr Web-Angebot auch für die Nutzer sichtbar ist. Obwohl die Bedeutung der Auffindbarkeit im Web eigentlich auf der Handl liegt, unterschätzen auch viele Personaldienstleister diesen Aspekt. Dabei sprechen die Fakten eine klare Sprache: Fast 75 Prozent aller Jobinteressenten suchen zuerst bei Google. Nutzen Sie dieses Potenzial und investieren Sie Zeit, Geduld und Geld in Suchmaschinenoptimierung. Sicherlich, das Thema ist kompliziert und erfordert viel Geduld, langfristiges Arbeiten und Expertenwissen. Doch die Arbeit lohnt sich und kaum ein Unternehmen kann es sich leisten, hier nicht aktiv zu werden. Wenn Sie selbst nicht über das notwendige Wissen verfügen, sollten Sie einen externen Dienstleister zur Unterstützung hinzuziehen.

Storytelling funktioniert auch im Recruiting

Natürlich sind die nüchternen Fakten wie Gehalt, Einsatzort, Zusatzleistungen und Laufzeit des Arbeitsvertrages wichtige Eckpfeiler bei der Frage, ob sich ein Bewerber für Sie als Arbeitgeber entscheidet. Allerdings sollten Sie die Bedeutung der eher emotionalen Aspekte nicht unterschätzen. Gerade in der Zeitarbeit spielt die Bindung des Mitarbeiters ja eine wichtige Rolle. Dabei lassen sich weichere Themen wie Teamspirit, Zusammenhalt und Service für Ihre Mitarbeiter viel besser über Geschichten und Statements von Mitarbeitern vermitteln als über Aufzählungen und reine Information. Lassen Sie zufriedene und langjährige Mitarbeiter zu Wort kommen, erzählen Sie deren Stories und vermitteln Sie die Themen, die Ihnen wichtig sind so, dass sie emotional ansprechen, unterhalten und mit Personen verknüpft sind. Dadurch steigt nicht nur die Verweildauer von potenziellen Bewerbern auf Ihren Webseiten, Sie kommunizieren auch authentischer und glaubwürdiger.

Ihre Webseite ist niemals fertig – und das ist gut so!

Das Nutzerverhalten verändert sich. Was heute gut funktioniert kann morgen unter Umständen schon wieder obsolet sein. Deshalb gilt: Das Projekt Karriere-Webseite ist nie wirklich abgeschlossen. Ihr Internet-Auftritt bietet zahllose Möglichkeiten zur Auswertung und Optimierung – mit Google Analytics sind viele davon sogar kostenlos. Visits, Page Impressions, Absprungseiten, Conversions – versuchen Sie, so viele Informationen wie möglich zu erfassen und auszuwerten. Darauf basierend können Sie Ihren Auftritt kontinuierlich verbessern. Sogenannte A/B-Tests, bei denen verschiedene alternative Gestaltungen und Inhalte verglichen werden, helfen Ihnen das bestmögliche und am besten funktionierende Angebot zu entwickeln.

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