Neue AÜG-Studie zur Überlassungshöchstdauer in der Zeitarbeit:
Viele kleinere Personaldienstleister fürchten um ihre Existenz

Neue AÜG-Studie zur Überlassungshöchstdauer in der Zeitarbeit

Neue AÜG-Studie zur Überlassungshöchstdauer

Am 1. Oktober 2018 greift erstmals die Beschränkung der Überlassungshöchstdauer in der Zeitarbeit auf 18 Monate. Welche Auswirkungen das auf die Branche hat und wie die Zeitarbeitsunternehmen damit konkret umgehen, weiß aktuell noch niemand. Um hier Licht ins Dunkel zu bringen, haben die Personalmarktexperten von index Research gemeinsam mit dem Berater der Zeitarbeit Edgar Schröder eine Umfrage zu den Auswirkungen des AÜG durchgeführt.

Ein Ergebnis: 25 Prozent der kleineren Zeitarbeits­anbieter mit weniger als 50 Mitarbeitern be­fürchten existenz­gefähr­dende Auswirkungen durch die neuen Bestimmungen. 40 Prozent der Personaldienstleister rechnen dabei mit der Beendigung von Kundenaufträgen, die von der Überlassungshöchstdauer betroffen sind. Insgesamt erwarten die teilnehmenden Unternehmen Umsatz­einbußen von durchschnittlich 21 Prozent aufgrund der neuen Rege­lung. An der Umfrage beteiligten sich rund 600 Entscheider von Zeitarbeits­firmen unterschiedlicher Größe.

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Die Auswirkungen des neugeregelten Arbeitnehmerüberlassungs­gesetzes stellt allerdings nicht nur die kleinen Anbieter vor erhebliche Herausforderungen, sondern hat spürbare Auswirkungen auf die gesamte Personaldienstleistungsbranche. Im Durchschnitt sind zum Stichtag 1. Oktober 2018 bereits 20 Prozent der Zeitarbeitnehmer davon betroffen. Dabei gibt es kaum Unterschiede zwischen Unternehmen, die vorrangig Fachkräfte überlassen und Firmen, die überwiegend Helfer mit geringerer Qualifikation beschäftigen.

Etwa ein Drittel der Mitarbeiter könnte in Kundenunter­nehmen wechseln

Die Personaldienstleister schätzen im Durchschnitt, dass 30 Prozent der Zeitarbeitnehmer in Kundenunternehmen übernommen werden. Während ein Drittel mit einer Übernahmequote von 1 bis 10 Prozent rechnet, gehen andere Unternehmen von deutlich höheren Werten aus. 14 Prozent der Befragten schätzen, dass sogar mehr als 75 Prozent der betroffenen Zeitarbeitnehmer übernommen werden.

Hohe Risiken für die Branche bei schwächerer Konjunktur

Grundsätzlich sind zwar drei Viertel der befragten Personaldienstleister aufgrund der guten Konjunktur noch sehr optimistisch, die betroffenen Mitarbeiter in andere Kundeneinsätze platzieren zu können. Die Unternehmen gehen allerdings von jeweils rund 30 Prozent höheren Trennungs- und Personalgewinnungskosten aus.

Vor diesem Hintergrund ist insbesondere bei einer rückläufigen Konjunktur damit zu rechnen, dass die Gesetzesänderung zu einer Forcierung des Konzentrationsprozesses in der Branche führen wird.

Der Studienreport kann unter www.index-research.de/studie-ueberlassungshoechstdauer-in-der-praxis kostenfrei bestellt werden.

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