Technische Berufe werden immer gefragter – Jobmarkt Rückblick 2018

Rückblick auf den Stellenmarkt 2018 und Ausblick auf 2019

Jahresüberblick Stellenmarkt 2018

Winterschlaf im Stellenmarkt: Ende gut, alles gut?

Die gute Nachricht: Die Einstellungsquote liegt mit 61 Prozent im letzten Quartal 2018 um 8 Prozentpunkte höher als im Vorjahresquartal. Heißt dies, dass sich die Recruiting-Situation etwas entspannt?

Obwohl Social Recruiting immer wichtiger wird, gaben die Unternehmen auch 2018 große Summen für Stellenanzeigen aus. Sowohl der Brutto-Umsatz des Stellenmarktes wie auch die Anzahl der ausgeschriebenen Stellen stieg im letzten Jahr weiter an. Eine Ausnahme bildete der Februar, wo ein deutlicher Rückgang der Brutto-Umsätze zu sehen ist. Auch in den Wintermonaten von Oktober bis Dezember ist der Brutto-Anzeigenumsatz und die Anzahl der ausgeschriebenen Stellen leicht rückläufig.

Anzahl ausgeschriebener Stellen

Anzahl Positionen

Entwicklung der Anzeigenumsätze: Spitzenreiter März

Der Spitzenwert der Brutto-Anzeigenumsätze wurde im März erreicht. Waren es beginnende Frühlingsgefühle, die die Unternehmen beflügelten für fast 240 Mio. Euro zu inserieren? Jobbörsen und Verlage konnten sich jedenfalls freuen.

Brutto-Anzeigenumsatz

Brutto Umsatz

Fun-Fact:

Gute Nachrichten für Recruiter: Einer europaweiten Umfrage des Magazins „Jobswype“ zufolge kommt für vier von fünf Arbeitnehmern 2019 ein Jobwechsel in Frage. Mit Werten zwischen 70 Prozent in Deutschland und 92 Prozent in Ungarn konnten die Angaben kaum eindeutiger ausfallen. Auf den weiteren Plätzen folgten Österreich, Schweiz, Irland, Polen, Rumänien, Tschechien, Slowakei und Großbritannien.

Wie sich Recruiter noch besser an die neuen Herausforderungen der Digitalisierung anpassen und was die Recruiting-Trends 2019 sind, lesen Sie jetzt hier.

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Berlin Calling: Stellenmarkt in Berlin erneut auf dem Vormarsch

Auch 2018 gehörte die Hauptstadt mit 610.000 Jobangeboten zu den Top Städten auf dem Stellenmarkt. Dicht dahinter positionieren sich die Städte München und Hamburg mit jeweils 377.400 und 348.400 Angeboten. Weniger Positionen zu vergeben hatten dagegen Hannover, Leipzig, Bremen und die Ruhrpott-Städte Duisburg und Dortmund.

Auf Bundeslandebene schneidet Nordrhein-Westfalen am besten ab. Starke Städte wie Düsseldorf (233.600 ausgeschriebene Stellen) oder Köln (202.600 Jobangebote) gleichen die insgesamt schwächere Jobmarkt-Situation im Ruhrgebiet aus.

Berücksichtigt man jedoch die Anzahl der ausgeschriebenen Positionen pro hundert Einwohner, überrascht z. B. die Stadt Mannheim  (95.800 Jobs) mit einem zehnten Platz innerhalb des Rankings, wohingegen Duisburg von Platz 15 auf Platz 22 rutschen würde.

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Technische Berufe werden aufgrund der Automatisierung immer gefragter

Die Top 3 Branchen, die händeringend nach gutem Personal suchten, waren auch 2018 wieder: Technische Berufe, hierzu gehören Ingenieure, Konstrukteure, Architekten und Co., dicht gefolgt vom Vertrieb, wo die Tendenz leicht steigend ist. Auf Platz drei mit 548.000 ausgeschriebenen Positionen rangiert das Baugewerbe. Für technische Berufe waren im letzten Jahr fast 819.000 Positionen zu besetzen, das sind 61.000 mehr als im Vorjahr. Diese Entwicklung könnte sich auf die neu geschaffenen Stellen durch die Digitalisierung, z. B. im Bereich Automatisierung und Machine Learning beziehen.

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Dass der Vertrieb erneut auf Platz 2 der am häufigsten gesuchten Jobprofile steht, scheint dafür zu sprechen, dass Verkaufsprofis nach wie vor händeringend gesucht werden. Da es in Deutschland keine zentral festgelegte Qualifizierung für dieses Berufsprofil gibt und Anschreiben oder Lebensläufe, mit Ausnahme der Berufserfahrung, nicht viel darüber aussagen, ob man an ein Verkaufstalent geraten ist oder nicht, scheint die Auswahl zu erschweren. Auch ist die Fluktuationsrate im Vertrieb besonders hoch.

Die ausgeschriebenen Stellen für Tourismus und Gastgewerbe, eine der wenigen Branchen, die nur geringfügig von der Digitalisierung betroffen sind, bleiben gegenüber 2017 stabil.

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